"Aktiv für unser Wasser"
Sagen Sie uns Ihre Meinung zu den österreichischen Flüssen und Seen und beantworten Sie Fragen rund um den Zustand unserer Gewässer!
Auf www.wasseraktiv.at können Sie Kommentare zu den vorgeschlagenen Maßnahmen an den einzelnen Flussabschnitten abgeben, Wasserfotos hochladen oder sich einfach über die den nationalen Gewässerbewirtschaftungsplan informieren. Neu ist auch die Broschüre "Aktiv für unser Wasser", die alle Details rund um das Thema Wasserrahmenrichtlinie enthält.Basis ist der Entwurf für den Ersten Österreichischen Gewässerbewirtschaftungsplan, an dem viele ExpertInnen vom Bund, von den Bundeslän-dern, NGOs, Kraftwerksbetreibern aber auch Interessenten wie Fischer mitgearbeitet haben. Er enthält zahlreiche konkrete Maßnahmen an einzelnen Flussabschnitten. Da diese Projekte wichtig für die nachhaltige Absicherung unserer Lebensgrundlage Wasser sind, muss auch die Bevölkerung eingebunden werden.
In den letzten Jahren hat sich das Lebensministerium darauf konzentriert, den ÖsterreicherInnen beste Trink- und Badewasserqualität anzubieten. Das ist bei vielen Seen gelungen und die österreichischen Flüsse sind deutlich sauberer geworden. Der chemische Zustand der österreichischen Gewässer ist in Ordnung. Heute gibt es praktisch keine Überschreitungen von Grenzwerten bei den chemischen Schadstoffen. Auch was die Nährstoffbelastung betrifft, weisen 80 Prozent der Fließgewässer und alle österreichischen Seen einen guten Zustand auf. Darüber hinaus ist die Belastung des Grundwassers durch Nitrat und Pestizide in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen.
Der Großteil der heimischen Seen ist auch aus ökologischer Sicht völlig in Ordnung: 65 Prozent der Seen weisen einen sehr guten Zustand und 35 Prozent einen guten Zustand auf. Nicht so zufriedenstellend ist die Situation jedoch bei den hydromorphologischen Aspekten der Fließgewässer. Lediglich ein Drittel der österreichischen Fließgewässer befindet sich hinsichtlich Ökologie in sehr gutem und gutem Zustand. 67 Prozent der österreichschen Flüsse und Bäche verfehlen den guten Zustand, wobei der größte Anteil - 49 Prozent - einen mäßigen Zustand aufweist. Die Ursache dafür sind die intensive Nutzung der Wasserkraft und umfangreiche Hochwasserschutzmaßnahmen der letzten Jahrzehnte. Die größten Probleme sind regulierte Ufer, aufgestautes Wasser oder fehlende Durchgängigkeit.
Die Wasserrahmenrichtlinie der EU gibt die Richtung vor, wie beim ökologischen Zustand Verbesserungen erreicht werden sollen. Bis 2015 soll ein Etappenziel des guten Zustandes erreicht werden, spätestens jedoch 2027 sollten alle natürlichen Fließgewässer einen sehr guten oder guten Zustand erreicht haben. Für Österreich heißt das etwa konkret die Herstellung der Durchgängigkeit oder die Schaffung von naturnahen Gewässerstrukturen. Vorrangig sollen bis 2015 Wasserkraftwerke und Hochwasserbauwerke wieder durchgängig gemacht werden, damit Fische zu ihren Laichplätzen wandern können und ihre Lebensräume vernetzt werden. Für diese und andere Maßnahmen an österreichischen Fließgewässern stehen bis 2015 von Bundesseite Förderungsmittel im Ausmaß von insgesamt 140 Millionen für Gemeinden und Kraftwerksbetreiber zur Verfügung.
14.05.2009, Lebensministerium Öffentlichkeitsarbeit


