Kernenergie Klimaschutz und Nachhaltigkeit
Unter dem Titel "Kernenergie Klimaschutz und Nachhaltigkeit" liegt jetzt ein Argumentarium in deutscher und englischer Sprache vor
„Umweltminister Josef PRÖLL ersuchte das Forum für Atomfragen, das einschlägige wissenschaftliche Beratungsgremium der Österreichischen Bundesregierung, einen möglichen Beitrag der Kernenergie zu Klimaschutz und Nachhaltigkeit zu prüfen.Das Ergebnis liegt nun unter dem Titel „Kernenergie Klimaschutz und Nachhaltigkeit“ in deutscher und englischer Sprache vor, und ist ernüchternd.
Trotz nomineller Erhöhung der technischen Sicherheit von Kernkraftwerken belegt eine Vielzahl von „near-misses“, dass Unfälle in der Praxis keineswegs ausgeschlossen werden können; gegen Terrorangriffe können Kernkraftwerke nur in sehr beschränktem Maße geschützt werden; Weiterverbreitung ist weiterhin ein ernstes Thema und eine verantwortbare, nachhaltige Lösung für den hochradioaktiven Abfall ist nicht in Sicht. Aber selbst wenn man all diese Probleme überginge, stünde Kernenergie nicht zeitgerecht zur Verfügung, um einen signifikanten Beitrag zur Lösung der Herausforderungen des Klimawandels und der Verknappung von Öl zu liefern. Sie ist nicht einmal billig – Energieeffizienz und alternative Energien sind ökologisch und ökonomisch günstiger. Für Viele vielleicht überraschend: das spaltbare Uran würde bei einem signifikanten Ausbau der Kernenergie in wenigen Jahrzehnten verknappen – genauso, wie das Öl. Der nukleare Ausweg wäre die Plutoniumwirtschaft – in diese Richtung gehen die neuen Reaktorkonzepte – mit allen damit verbundenen Gefahren und wesentlich erhöhter Risiken der Weiterverbreitung.
Kernenergie ist also keineswegs die überzeugende Lösung, als die sie mancherorts angepriesen wird, sie ist offenbar gar keine Lösung. Es besteht somit kein Grund, die österreichische Politik zu revidieren. Mit den Schwerpunkten Energieeffizienz und alternativen Energien ist Österreich am richtigen Weg.“
Downloads
Argumentarium Deutsch (pdf) (PDF 4713,17 kB )
Assessment English (pdf) (PDF 4567,23 kB )
26.04.2007, Lebensministerium V/6


